Lokale Stromproduktion aus Windkraft - Windmessungen bestätigen das Potenzial auf dem Batzberg 

 

 

Mit Geduld und Ausdauer zu viel Winterstrom für Rüti ZH und Wald ZH - das Projekt Batzbergwind nimmt einen weiteren Schritt 


Die Windmesskampagne auf dem Batzberg ist ausgewertet. Die Ergebnisse bestätigen, dass sich der Standort für die Produktion von erneuerbarem Strom eignet. Auf 160 Metern Höhe wurde eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von 4.5 Metern pro Sekunde ermittelt. Besonders wertvoll ist die Verteilung über das Jahr: Rund zwei Drittel des Energiepotenzials fallen in die Wintermonate. Gerade dann ist die Schweiz auf zusätzliche inländische Stromproduktion angewiesen.

Über 25 GWh pro Jahr – ein Projekt von nationalem Interesse 
Mit drei oder vier modernen Windenergieanlagen mit rund 170 Metern Rotordurchmesser ist auf dem Batzberg eine Stromproduktion von mindestens 25 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr zu erwarten. Damit liegt das Projekt in jedem Fall über der Schwelle von 20 GWh, ab der Windenergieanlagen von nationalem Interesse sind. Die ursprünglichen Ertragsabschätzungen des Kantons Zürich gingen von Anlagen mit 160m-Durchmesser aus. Die neue Anlagengeneration ist noch besser für Standorte mit niedrigen Windgeschwindigkeiten geeignet. Mit ihr lassen sich die Prognosewerte des Kantons erreichen.

Winterstrom für Rüti ZH und Wald ZH 
Für die Gemeinden Rüti ZH und Wald ZH ist der hohe Winteranteil besonders wichtig. In den kommenden Jahren wird dort, u.a. durch die Elektromobilität sowie den Ersatz von Öl- und Gasheizungen durch Wärmepumpen, ein zusätzlicher Strombedarf von über 30 Prozent erwartet. Der Windpark kann einen relevanten Teil davon im Winter decken. Wie wichtig Winterstrom für die beiden «Energiestadt-Gold» Gemeinden ist, zeigen auch die aktuellen Energieförderprogramme: Photovoltaikanlagen an Fassaden werden gezielt gefördert. Ein Windpark ist die ideale Ergänzung dazu, dieser liefert auch in kalten Winternächten Strom für die Wärmepumpen.

Frühzeitiger Dialog mit Grundeigentümern und Gemeinden 
Schon vor und während der Messkampagne haben die Projektverantwortlichen Gespräche mit Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern sowie mit den betroffenen Gemeinden geführt. Die Rückmeldungen sind erfreulich: Viele Grundeigentümer stehen dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber und möchten es vertieft prüfen. Die Gemeinden sehen den frühen Austausch als wichtigen Teil einer transparenten Projektentwicklung. 

Nächste Schritte hängen vom Richtplan ab 
Das Projekt steht weiterhin in einer frühen Planungsphase. Damit es weitergehen kann, muss das Projektgebiet im kantonalen Richtplan festgesetzt werden. Diese Festsetzung hat sich deutlich verzögert. Nach heutigem Stand wird sie im Herbst 2027 erwartet. Die öffentliche Information, die für den Spätsommer 2026 geplant war, wird deshalb auf die Zeit nach der rechtskräftigen Festsetzung verschoben, also frühestens Ende 2027. Danach beginnen auch die vertieften Abklärungen zur Nutzungsplanung, vor allem zu Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz, sowie zu technischen und kommerziellen Fragen. 

Die Projektverantwortlichen sehen in den Messergebnissen die Bestätigung, dass der Batzberg gute Voraussetzungen für die Nutzung der Windenergie bietet. 

--> Zum Windpark Batzberg – Projektsteckbrief

Kontakt 
Konsortium Batzbergwind, Daniel Diggelmann 

c/o EW Wald AG 
Jonastrasse 12 
8636 Wald 
055 256 56 56