Nach dem Abbau vom Turmwindmessmast im vergangenen April wurde, basierend auf den Messdaten und Langzeitmessdaten vergleichbarer Meteostationen, ein Windertragsgutachten erstellt sowie mittels CFD-Analyse ein mögliches Windparklayout entworfen. Die Resultate wurden Mitte Juli von der Firma Interwind AG dem Konsortium Batzbergwind vorgestellt mit dem Fazit, dass im Eignungsgebiet Nr. 28 Batzberg mit drei Schwachwindanlagen ein jährlicher Nettoenergieertrag von über 20 GWh erzielt und somit nationales Interesse erreicht werden kann. Dieser prognostizierte Stromertrag entspricht dem heutigen Stromverbrauch der Gemeinde Wald in einem Winterhalbjahr, auch könnten damit 4'000 neue Wärmepumpen für Einfamilienhäuser betrieben werden.

Die Messdaten wurden nun an mehrere Hersteller von Windenergieanlagen zugestellt. Diese Firmen überprüfen die Energieerträge für mögliche Windturbinentypen und erstellen ein konkretes Kostenangebot. Dieser Prozess dauert aufgrund der hohen Auslastung der Turbinenhersteller rund 6 bis 12 Monate, erst danach kann eine fundierte Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt werden.

Ende September 2026 wird das Windertragsgutachten einem Gemeindegremium von Rüti und Wald präsentiert und im Oktober 2026 ist eine entsprechende Medienmitteilung geplant.

Im Kanton Zürich wird aktuell der Richtplan Windenergie in der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt (KEVU) behandelt, ein Entscheid im Kantonsrat ist erst im nächsten Jahr zu erwarten. Nachdem das Eignungsgebiet Nr. 28 Batzberg rechtskräftig im Richtplan eingetragen und die Wirtschaftlichkeit für einen Windpark gegeben ist, wird das Konsortium Batzbergwind mit der weiteren Planung (Nutzungsplanung / UVP) starten und einen öffentlichen Informationsanlass durchführen.